Ihr Reha-Antrag

Wissenswertes zur Antragstellung medizinischer Reha-Leistungen

Wenn eine medizinische Rehabilitation beantragt werden soll, gilt es zunächst den zuständigen Kostenträger zu klären.

Je nach Zuständigkeit kommt es bei der Beantragung Ihrer Reha-Maßnahme zu unterschiedlichen Verfahren. Es empfiehlt sich, dass der behandelnde Arzt und sein Patient den Antrag gemeinsam abstimmen und an den zuständigen Träger richten.
Der bewilligte Leistungsumfang einer Reha-Maßnahmen liegt im Ermessen des Trägers und wird aufgrund medizinischer Erfordernisse festgelegt.

Die Reha-Kliniken im Kompetenzzentrum für medizinische Rehabilitation und Prävention Bad Rappenau sind Partner der folgenden Rehabilitationskostenträger:

Deutsche Rentenversicherung (DRV)

Die gesetzliche Rentenversicherung, d. h. DRV Bund, Baden-Württemberg sowie die Bundesknappschaft, ist vor allem zuständig für Erwerbstätige, Bezieher einer Rente wegen Erwerbsminderung, Arbeitssuchende und andere Personen mit Beitrags- oder Wartezeiten.

Gesetzliche Krankenkassen (GKV)

Die gesetzliche Krankenversicherung, einschließlich Ersatzkassen und Betriebskrankenkassen ist vor allem zuständig für Kinder und Jugendliche, Studenten, Hausfrauen und Rentner und ist auch zumeist dann zuständig, wenn kein anderer Kostenträger vorrangig zuständig ist.

Private Krankenkassen (PKV)

Die PKV kann – abhängig vom individuell abgeschlossenen Vertrag – die Kosten für ein Heilverfahren oder eine Rehabilitation für privat Versicherte übernehmen

Beihilfe

Die beamtenrechtliche Krankenfürsorge beteiligt sich an den Kosten für medizinische Rehabilitation und Vorsorgeleistungen bei beihilfeberechtigten Beamten.

Bei Rückfragen unterstützt Sie das Patientenmanagement gerne.

Informationen zum Antrag bei der DRV

Die Deutsche Rentenversicherung stellt Ihren Versicherten die wichtigsten Formulare als ausfüllbare und speicherbare PDF-Formulare zur Verfügung.

Unter der Rubrik "Versicherte, Rentner, Selbständige" der DRV-Website stehen auch die Formulare zur Beantragung von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation zum Herunterladen bereit:

zu den Formularen

Hier finden Sie u.a. die Formulare für eine medizinische Rehabilitation, wenn die wenn die Erwerbsfähigkeit erheblich gefährdet oder bereits gemindert ist und wenn sie durch diese Leistung wesentlich gebessert werden kann.

Die Formulare zur Erstellung von ärztlichen Befundberichten beziehungsweise Gutachten erhalten Sie bei dem jeweils zuständigen Rentenversicherungsträger, da diese Formulare noch nicht einheitlich abgestimmt sind.

Informationen zum Antrag bei der GKV

Das Antragsverfahren bei der GKV ist in den Rehabilitations-Richtlinien geregelt. Diese Richtlinien wurden vom Gemeinsamen Bundesausschuss erlassen. Dieser Ausschuss ist ein vom Gesetzgeber eingerichtetes Gremien, dass sich aus Vertretern von Ärzten, Krankenkassen und Patientenvertretern zusammensetzt.
Ergibt sich aus einem Beratungsgespräch mit dem behandelnden Arzt, dass Leistungen zur medizinischen Rehabilitation notwendig sein können, teilt der Arzt dies der Krankenkasse auf einem Vordruck mit.
Ist die Krankenkasse zuständig, fordert Sie den Arzt auf, eine „Verordnung von medizinischer Rehabilitation" auszustellen. Der behandelnde Arzt äußert sich in einem mehrseitigen Formular zur Notwendigkeit der beantragten Maßnahme und begründet diese medizinisch.
Die Krankenkasse entscheidet auf der Grundlage

  • des Antrages des Versicherten
  • der Verordnung des Vertragsarztes
  • der Beurteilung durch den MDK
  • sowie falls erforderlich weiterer Unterlagen

über Art, Dauer, Umfang, Beginn und Durchführung der Leistung zur medizinischen Rehabilitation.

Seit Inkrafttreten des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes (GKV-WSG) gilt, dass die Krankenkassen die Notwendigkeit der Leistungen nach den §§ 23, 24, 40 und  41 in Stichproben vor Bewilligung und regelmäßig bei beantragter Verlängerung durch den MDK prüfen lassen. Die Ausgestaltung dieser Regelung ist erläutert in der "Richtlinie über Umfang und Auswahl der Stichproben bei der Begutachtung durch den MDK".

Es ist vorgesehen, dass jeder vierte Antrag in der Reihenfolge des Eingangs bei der Krankenkasse sowie alle Zweifels- und Problemfälle zu prüfen sind.

Die Krankenkasse teilt dem Versicherten und dem verordnenden Arzt ihre Entscheidung mit und begründet gegebenenfalls Abweichungen von der Verordnung.

Quelle: www.mdk.de

Informationen zum Antrag bei der PKV

Die privaten Krankenkassen sind von der Leistungspflicht für Kuren und Sanatoriumsaufenthalte nach § 5 Absatz 1 d der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) befreit. Nur bei bestimmten Tarifen oder über Zusatzversicherungen beiteiligen sie sich an den Kosten der Kur.

Ob die private Krankenversicherung (PKV) die Kosten einer Kur übernimmt oder nicht, hängt von dem Tarif ab, den Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung gewählt haben. Im Tarif  ist festgelegt, zu wieviel Prozent sich Ihre Krankenkasse an Ihrer Kurmaßnahme beteiligt, das heißt, ob die Krankenkasse die Kur vollständig trägt, sich nur anteilmäßig an den Kosten beteiligt oder ob sie gar eine Übernahme der Kosten ablehnt.

Aufgrund der verschiedensten Tarife bei den unterschiedlichsten privaten Krankenkassen, kann nicht pauschal gesagt werden, an welchen Leistungen sich die private Krankenversicherung beteiligt.

Um eine Kur zu beantragen, sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Dieser prüft die Notwendigkeit einer Kur und stellt Ihnen ein Attest aus. In dem Attest steht die Diagnose und die Empfehlung für einen bestimmten Kurort.

Dieses Attest schicken Sie zu Ihrer Krankenkasse.

Quelle: kurinformationen.de

Informationen zum Antrag bei der Beihilfe

Voraussetzungen für eine Anerkennung der Beihilfefähigkeit:

  • Die stationäre Rehabilitationsmaßnahme wird in einer Einrichtung durchgeführt, die einen Versorgungsvertrag nach § 111 Absatz 2 Satz 1 des Fünften Sozialgesetzbuch (SGB V) geschlossen hat. Informieren Sie sich bitte bei der Auswahl einer geeigneten Einrichtung frühzeitig darüber, ob diese einen solchen Versorgungsvertrag geschlossen hat.
  • Die medizinische Notwendigkeit einer stationären Rehabilitationsmaßnahme muss amts- oder vertrauensärztlich festgestellt werden.
  • Die ambulante ärztliche Behandlung und die Anwendung von Heilmitteln am Wohnort sind für die Erreichung der Rehabilitationsziele nicht mehr ausreichend.
  • Ein gleichwertiger Behandlungserfolg kann durch eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme (nach § 35 Abs. 1 Nr. 4 BBhV) nicht erzielt werden.
  • Im laufenden oder den drei vorangegangenen Kalenderjahren darf keine als beihilfefähig anerkannte Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt und beendet worden sein. Es sei denn nach dem amts- oder vertrauensärztlichen Gutachten ist eine Rehabilitationsmaßnahme aus medizinischen Gründen in einem kürzeren Abstand notwendig.

So läuft das Antragsverfahren ab:

  • Ihr behandelnder Arzt rät Ihnen zu einer stationären Rehabilitationsmaßnahme, bescheinigt Ihnen die Notwendigkeit und macht ggf. einen Vorschlag zum Ort und der Einrichtung.
  • Sie senden Ihren -formlosen- Antrag auf Anerkennung der stationären Rehabilitationsmaßnahme mit der oben beschriebenen ärztlichen Bescheinigung an Ihre Beihilfestelle und geben dabei auch Name und Anschrift des für Ihren Wohnort zuständigen Gesundheitsamtes an, sofern Ihre Dienststelle nicht einen eigenen Vertrauensarzt beschäftigt.
  • Die Beihilfestelle erteilt dem zuständigen Amts- oder Vertrauensarzt einen Untersuchungsauftrag. Die Kosten des Gutachtens trägt die Beihilfestelle in voller Höhe, sofern sie das Gutachten in Auftrag gegeben hat. Bei dieser Untersuchung soll festgelegt werden, wo die stationäre Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt werden soll.
  • Nachdem der Beihilfestelle alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, wird der Antrag abschließend geprüft. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Maßnahme als beihilfefähig anerkannt. Wichtig: Wird die Maßnahme vor Anerkennung der Beihilfefähigkeit angetreten bzw. nach der Anerkennung nicht innerhalb von 4 Monaten begonnen, besteht nur ein eingeschränkter Anspruch auf Kostenerstattung, nämlich nur für ärztliche Leistungen, für ärztlich verordnete Arzneimittel sowie für ärztlich verordnete Heilmittel.
  • Sie begeben sich in die Behandlung.
  • Nach Abschluss der stationären Rehabilitationsmaßnahme erhalten Sie von der Einrichtung eine Rechnung. Diese Rechnung legen Sie mit allen weiteren, den Aufenthalt betreffenden Rechnungen mit dem einem Beihilfeantrag der Beihilfestelle zur Festsetzung vor.

Quelle: www.bva.bund.de

Aufenthaltsformen